Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew: Drohnenproduktionsstätten in Europa legitime Ziele

15.04.2026 20:41 Uhr
20:41 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff tötet Zivilistin im Gebiet Belgorod
Im Gebiet Belgorod ist eine Frau durch einen ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region, berichtet dazu:
"Im Weiler Jekaterinowka des Bezirks Wolokonowka hat eine FPV-Drohne das Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs angegriffen. Durch die erlittenen Verletzungen ist eine Frau an Ort und Stelle verstorben."
20:09 Uhr
Medwedew: Drohnenproduktionsstätten in Europa legitime Ziele
Europäische Produktionsstätten, die für die Ukraine Drohnen herstellen, sind legitime Ziele für Russlands Streitkräfte, sagt der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats und ehemaliger Präsident, Dmitri Medwedew.
Zuvor hatte Russlands Verteidigungsministerium eine Liste von insgesamt 21 Standorten ukrainischer und europäischer Unternehmen in acht europäischen Ländern, darunter Deutschland, veröffentlicht, die Drohnen oder deren Bauteile für das ukrainische Militär herstellen. Medwedew kommentierte die Meldung des Ministeriums auf X:
"Die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums ist wörtlich zu verstehen: Die Liste der europäischen Unternehmen, die Drohnen und sonstige Ausrüstung herstellen, ist eine Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte. Wann die Angriffe Realität werden, hängt davon ab, was als Nächstes kommt. Schlaft gut, europäische Partner!"
Russian Defense Ministry’s statement must be taken literally: the list of European facilities which make drones & other equipment is a list of potential targets for the Russian armed forces. When strikes become a reality depends on what comes next. Sleep well, European partners!
— Dmitry Medvedev (@MedvedevRussiaE) April 15, 202619:43 Uhr
Russlands Verteidigungsministerium: Drohnenproduktion für Kiew zieht Europa in Krieg hinein
Das russische Verteidigungsministerium hat sich in einer offiziellen Erklärung zur Steigerung der Drohnenproduktion und Drohnenlieferungen für die Ukraine durch europäische Länder geäußert.
Die Behörde verwies darauf, dass die Steigerung der Drohnenproduktion durch zusätzliche Finanzierung von "ukrainischen" oder "gemeinsamen" Drohnenproduktionsstätten in europäischen Ländern ermöglicht werden soll, und veröffentlichte eine Liste mit elf Niederlassungen entsprechender ukrainischer Unternehmen in Europa und zehn europäischen Herstellern von Drohnenbauteilen. Insgesamt befinden sich drei dieser Standorte in Deutschland.
Das Ministerium betonte dazu:
"Wir bewerten diese Entscheidung als einen vorsätzlichen Schritt, der zur scharfen Eskalation der militärisch-politischen Lage auf dem gesamten europäischen Kontinent führt und diese Länder schleichend in das strategische Hinterland der Ukraine verwandelt.
Die Umsetzung der von Vertretern des Kiewer Regimes angekündigten Szenarien von Terrorangriffen gegen Russland unter Einsatz der von in Europa hergestellten, angeblich 'ukrainischen' Drohnen führt zu unvorhersehbaren Folgen.
Statt einer Festigung der Sicherheit von europäischen Staaten ziehen die Aktionen der europäischen Regierenden diese Länder immer tiefer in einen Krieg gegen Russland hinein."
Mehr zum Thema – "Diese Objekte gefährden Ihre Sicherheit" – Russisches Verteidigungsministerium warnt Europäer
19:15 Uhr
Rada-Abgeordneter: Kiew hat keine Möglichkeit, Wehrdienstverweigerer zurückzuholen
Das Kiewer Regime hat keine Möglichkeit, Männer im wehrfähigen Alter gewaltsam aus dem Ausland in die Ukraine zurückzubringen, sagt der Rada-Abgeordnete Arseni Puschkarenko. In einer Sendung des ukrainischen Nachrichtenportals Novyny.LIVE sagte er:
"Wir können Menschen, die bewusst auswanderten, nicht zur Rückkehr zwingen. Leider können wir sie sicher nicht mit Gewalt zwingen, in die Ukraine zurückzukehren."
Puschkarenko fügte hinzu, dass Kiew keine Möglichkeit habe, eine genaue Anzahl der ausgewanderten Wehrpflichtigen zu ermitteln, weil ein Großteil der Männer das Land illegal verlassen habe.
Zuvor hatte der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij im Rahmen seines Besuchs in Berlin angekündigt, dass er Ukrainer im wehrfähigen Alter wegen des Personalmangels an der Front zurückbringen wolle.
18:39 Uhr
Weitere ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgeschossen
Russlands Luftabwehr hat im Verlauf des heutigen Mittwochs 19 ukrainische Drohnen abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium meldet dazu:
"Am 15. April 2026 haben die diensthabenden Luftabwehrkräfte zwischen 9:00 und 17:00 Uhr Moskauer Zeit 19 ukrainische Starrflügler-Drohnen über den Gebieten Belgorod, Kursk, Rostow, der Teilrepublik Baschkortostan und über dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört."
18:02 Uhr
Ukraine intensiviert Angriffe bei AKW Saporoschje
Das ukrainische Militär hat seine Angriffe im Umland des Kernkraftwerks Saporoschje erneut intensiviert. Jewgenija Jaschina, die Pressesprecherin des Kraftwerks, erklärt dazu:
"Nach dem Oster-Waffenstillstand hat die Intensität der Angriffe unweit des Kernkraftwerks Saporoschje erneut zugenommen und bleibt genauso hoch, wie vor Ostern."
Zuvor hatte Jewgeni Balizki, der Gouverneur des Gebiets Saporoschje, berichtet, dass jüngste ukrainische Angriffe in der vergangenen Nacht in der gesamten Region, darunter in der Trabantenstadt des Kraftwerks, Energodar, zu einem Stromausfall geführt hätten. Dazu kommentierte Jaschina:
"Der Blackout von Energodar schafft zwar alltägliche Unannehmlichkeiten für das Personal und die Bewohner der Stadt, beeinträchtigt aber die Sicherheit des Kraftwerks nicht."
17:23 Uhr
Mehrere Verletzte nach Drohnenangriffen auf Gebiet Belgorod
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebietes Belgorod, erlitten vier Zvilisiten Verletzungen bei Drohnenangriffen auf die Region.
Gladkow zufolge seien drei Männer bei einem Angriff einer FPV-Drohne auf einen Pkw verwundet worden. Der Zustand eines Verletzten werde als ernst eingeschätzt. Infolge der Verletzung mussten ihm Arm und Bein amputiert werden. Zwei weitere Opfer hätten Minenexplosionsverletzungen und Splitterwunden an Armen und Beinen erlitten. Das Fahrzeug sei ausgebrannt.
Eine weitere Drohne habe ein Privathaus in der Stadt Schebekino angegriffen, so Gladkow. Die Frau erlitt demnach ein Barotrauma und mehrere Schrapnellwunden.
16:54 Uhr
Zwei Männer im Gebiet Jaroslawl wegen Spionage für Ukraine verurteilt
Zwei Bewohner des russischen Gebiets Jaroslawl sind zu Freiheitsstrafen von jeweils 13 Jahren verurteilt worden. Wie der Pressedienst des Gebietsgerichts mitteilt, wurde im Rahmen des Prozesses befunden, dass die beiden Männer Hochverrat in Form der Spionage zugunsten der Ukraine begangen haben. In der Meldung heißt es dazu:
"Im Jahr 2024 haben sie im Auftrag der ukrainischen Geheimdienste Informationen zur Nutzung gegen die Sicherheit der Russischen Föderation gesammelt und weitergeleitet. Darüber hinaus verschickten sie Fotos von proukrainischen Losungen an Gebäuden."
16:14 Uhr
Ukrainische Soldaten ließen bei Rückzug aus Dimitrow Waffen zurück
Bei ihrem Rückzug aus der Stadt Dimitrow in der Volksrepublik Donezk ließen ukrainische Truppen Waffen und Munition zurück. Das berichtet TASS unter Berufung auf den Pressedienst des russischen Innenministeriums in der DVR.
"Als die Kämpfer ihre Stellungen in aller Eile verlassen haben, haben sie eine riesige Menge an Munition und Waffen zurückgelassen."
Wie es heißt, hätten die ukrainischen Soldaten die Wohnhäuser der Einwohner von Dimitrow als Stützpunkte genutzt und dort beim Rückzug ihre Waffen zurückgelassen.
Dimitrow war Ende Dezember 2025 befreit worden.
15:37 Uhr
Ukrainische Armee plante, Ortschaft Woltschanskije Chutora als Aufmarschgebiet zu nutzen
Das ukrainische Kommando plante, die unter russische Kontrolle gebrachte Siedlung Woltschanskije Chutora in der Region Charkow als Aufmarschgebiet für eine mögliche Offensive zu nutzen. Dies teilten russische Sicherheitsbehörden gegenüber TASS mit.
"Die heftigen Kämpfe um diese Ortschaft dauerten mehrere Monate an. Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte rechnete damit, Woltschanskije Chutora als Aufmarschgebiet für eine Offensive in Richtung der ehemaligen Kreisstadt zu nutzen."
Am Mittwoch meldete das Verteidigungsministerium in Moskau, dass die russischen Truppen die Siedlung Woltschanskije Chutora unter Kontrolle gebracht haben.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.